| Blankenfelder Orts-Chronik: | |
Aufgrund von
urgeschichtlichen Funden kann davon ausgegangen werden, daß bereits vor 3500
Jahren Menschen in unserer Gegend lebten. Das älteste erhaltene Bauwerk ist eine
Kirche aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Ursprünglich ein einfacher
Feldsteinbau, wurde die Kirche zum Anfang des 18. Jahrhunderts um einen
Fachwerkturm sowie einen barocken Anbau erweitert. Nach einem großen Feuer im
Jahre 1978 wurde die Kirche wieder instandgesetzt.![]() Heutzutage ist auch die alte Dorfschmiede aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges komplett restauriert und wird zu besonderen Anlässen von einem Kunstschmied zu Vorführungen genutzt. Sonstige kulturelle Veranstaltungen finden ebenfalls in diesem historischen Gemäuer statt. Die 1905 erbaute Schule wurde 1936 durch einen Neubau ersetzt und fortan als Sitz der Gemeindeverwaltung genutzt, 1945 jedoch vom NSDAP-Ortsgruppenleiter in Brand gesteckt. Auf dem Dorfanger steht noch der alte Dorfkrug aus dem Jahre 1830, der 1912 renoviert und erweitert, heute in der Sommersaison, ein beliebtes Ausflugsziel ist. Erstmals urkundlich erwähnt wird Blankenfelde 1375 im Landbuch Kaiser Karls IV. Über 400 Jahre lang, unter der Herrschaft derer von Liepe, hatte Blankenfelde eine durchschnittliche Einwohnerzahl von ca. 150. 1797 ging der Besitz an einen Freiherrn von Eckardstein und 1824 an den Grafen Eduard von Haeseler. Nach Abschaffung der Erbuntertätigkeit stieg die Einwohnerzahl im Jahre 1858 auf 423 und 1871 auf 477.1873 ging Blankenfelde an einen der reichsten Männer Berlins, den Kommerzienrat Ludwig von Schaeffer-Voit. 1927 veräußerte dessen Tochter Clara den Großteil des Besitzes an die Süd-Berlin Boden AG, eine Tochtergesellschaft der Dresdner Bank, die eine Bebauung mit Wohnhäusern plante. Die erworbenen Landflächen wurden in Parzellen aufgeteilt und 1932 waren bereits 1600 davon verkauft. Im Jahre 1936 betrug die Einwohnerzahl in Blankenfelde ca. 3000. |
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